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Sushi selber machen – Tipps und Tricks für zu Hause

Du willst Sushi selber machen, weißt jedoch nicht, wie das funktioniert oder welche Zutaten und Hilfsmittel Du dafür benötigst? Das Gericht aus dem Land der aufgehenden Sonne begeistert nicht nur die Japaner selbst. Auch Reisende und Liebhaber der „washoku“, der traditionellen Küche des Inselreiches, erfreuen sich an der Kombination aus Reis, frischem Fisch, Meeresfrüchten zahlreicher Gemüsearten und Zutaten wie tamagoyaki (japanisches Omelette). Dabei unterscheidet sich das originale Sushi häufig von den Varianten, die in Europa oder den USA angeboten wird. Eines haben sie jedoch gemeinsam: den Reis, sushi-meshi.

Welche Sushiarten gibt es?

Traditionelles Sushi wird in fünf Zubereitungsformen angeboten, die den Reis auf ihre eigene Weise nutzen. Das köstliche Fingerfood wird in die folgenden Sushiarten unterteilt:

1. Nigiri: Nigiri gilt als eine der ältesten Formen von Sushi und erscheint auf den ersten Blick recht einfach, ist für ungeübte Hände jedoch schwieriger zu formen als zu Beginn angenommen. Bei diesem Sushi handelt es sich um eine Portion Reis, die in der Hand geformt und anschließend auf der Oberseite mit einer Portion Wasabi angestrichen, bevor das Topping platziert wird. Je nach Topping wird zudem ein dünner Streifen Nori, getrocknete Seealgen, genutzt, um dieses zu fixieren.

2. Sashimi: bei Sashimi handelt es sich um eine Form des Sushi, die ohne Reis serviert wird. Bei Sashimi werden ausschließlich dünne Scheiben roher Fisch oder Meeresfrüchte zusammen mit Sojasauce, shoyu, angerichtet. Im Vergleich zu Nigiri ist Sashimi stark auf den Eigengeschmack des Fisches oder der Meeresfrüchte ausgelegt, was dem Gericht solch einen Kick verleiht.

3. Maki: Maki ist die Form von Sushi, wie sie in Deutschland und dem Rest der Welt, außer Japan, bekannt ist. Hier handelt es sich also um die Sushirollen, genauer um Reis, der mit zahlreichen Zutaten gefüllt werden kann und anschließend in Nori gerollt wird. Maki wird im Vergleich zum Rest der Welt in Japan gar nicht so häufig verzehrt, da Nigiri und Sashimi die Grundlage bilden und nicht umgekehrt. Diese Sushiart erweist sich vor allem für Neulinge dieses Gerichts als einfacher in der Zubereitung, da der Reis vorher auf das Noriblatt aufgetragen wird. Das erleichtert das Rollen ungemein.

4. Uramaki: Uramaki ist eigentlich das Gleiche wie Maki, nur ist hier der Reis auf der Außenseite und die Füllung in Nori eingewickelt. Es wird auf die gleiche Weise zubereitet, nur wenn der Reis auf das Nori gegeben wurde, wird das Blatt mit dem Reis auf eine Frischhaltefolie gelegt. Nun kann die Füllung in die Mitte des Noriblattes gelegt und eingerollt werden. Am Ende befindet sich die Füllung innen und der Reis außen. Uramaki ist häufig bei Menschen beliebt, die nicht so viel Nori essen wollen.

5. Temaki: Temaki ist eine weitere Form von Maki, wofür ebenfalls Reis auf dem Noriblatt platziert und anschließend in eine Kegel- oder Hütchenform gedreht werden. Je nach Erfahrung ähnelt Temaki in der Form einem Wrap oder einem Crêpe in der Tüte. Am Ende wird dieses Hütchen gefüllt mit Toppings, meist etwas Gemüse und großen Stücken Fisch. Temaki wird ausschließlich mit der Hand gegessen und eine Portion ist für eine Person gedacht, da sich dieses Sushi nur sehr schwer teilen lässt.

Die ursprünglichste Form von Sushi wird „narezushi“ genannt und bezeichnet einen Fisch, der in ungekochtem Reis und Salz über mehrere Monate fermentiert wird. Der strenge Geschmack ist nicht jedermanns Sache und selbst in Japan wird narezushi nur noch in der Präfektur Shiga regelmäßig gegessen. Kannst Du Dir das vorstellen?

Welches Zubehör benötige ich zum Sushi selber machen?

Jetzt da Du einen Überblick über die einzelnen Sushiarten hast, ist es wichtig zu wissen, was für Toppings, Zutaten und Utensilien benötigt werden. Das notwendige Zubehör ist nicht einmal so umfangreich. Benötigt werden hierfür vor allem:

– Sushimatte aus Bambus
– Messer, je schärfer desto besser
– eine Schüssel
– Topf um den Reis zu kochen, alternativ ein Reiskocher
– ein Holzbrett (Plastik ist nicht empfohlen)
– Frischhaltefolie, für Uramaki oder wenn Du noch ein Sushi-Anfänger bist
– ein Holzlöffel zum Umrühren des Reis
– eine große Holzschüssel, die nicht zu tief ist (andere Materialien sind ebenfalls ok, Holz wäre ideal)

Damit du mit dem Sushi selber machen sofort starten kannst, bekommst du hier eine Zusammenstellung aller Dinge die du für einen Sofortstart brauchst:

Welche Zutaten brauche ich um Sushi selber machen zu können?

Sushi ist an sich ein sehr einfaches Gericht, das traditionell nicht viele Zutaten benötigt. Japaner bevorzugen den klaren, frischen Geschmack gegenüber Kreationen wie der „Volcano Roll“, Sushi mit Siracha, Shrimps, Fisch und Frischkäse. Aus diesem Grund benötigst Du nur die folgenden Zutaten für geschmackvolles Sushi:

– Sushireis: kann nicht ersetzt werden, da er den perfekten Stärkegehalt aufweist, was ihm die klebende Formbarkeit ermöglicht
– Noriblätter: 1 Blatt reicht für eine Rolle aus
– Wasabi
– Sojasauce
– Sushi-Essig oder alternativ Reisessig („komesu“), der mit jeweils 2 Esslöffeln Zucker und Salz auf niedrigster Hitze eingekocht wird
– Toppings
– eingelegter Ingwer („gari“)
– häufig wird Sushi zu Miso-Suppe und Tempura gereicht

Bei den Toppings hast Du wirklich die Qual der Wahl. Die typischsten Toppings sind:

– Fisch (frisch): Thunfisch, Lachs (kein Räucherlachs), Makrele, Aal
– Garnelen, aber keine kleinen Shrimps
– Tintenfisch und Oktopus
– Kani oder Surimi: künstliches Krabbenfleisch
– Kammmuscheln: dazu gehören Jakobsmuscheln
– Seeigel: eigentlich nicht in Deutschland zu bekommen und äußerst eigenartiger Geschmack
– Avocados
– Gurken
– japanisches Omelette (tamagoyaki)
– Tobiko und Masago: rohe Fischeier in orange oder schwarz

Bei diesen Zutaten handelt es sich um die traditionellen Zutaten, die vor allem in Japan oder authentischen Restaurants genutzt werden. Natürlich kannst Du zahlreiche andere Zutaten benutzen, um Sushi selber zu machen. Beliebte weitere Zutaten sind Frischkäse, Kräuter, Karotten, Salat, Räucherlachs, Chilisauce, Mayonnaise, Sprossen, Sesamsamen und Tempura.

Wie bereite ich den Sushi Reis vor?

Bevor Du das Sushi rollen oder formen kannst, musst Du natürlich den natürlich zuvor kochen. Vor dem Kochen muss er jedoch gewaschen werden, damit er klebt, aber nicht pappig wird. Dazu schüttest Du den Reis einfach in das Sieb und wäschst diesen solange, bis das Wasser klar und nicht mehr milchig ist. Danach kochst Du ihn. Nach dem Kochen wird er in die große Schale gekippt und der Sushi-Essig über den Reis geschüttet. Anschließend brichst Du den Reis, der meist als ein Klumpen zusammenhängt, und verteilst dadurch den Essig. Anschließend eine Weile stehen lassen und danach kannst Du Dein eigenes Sushi selber machen und genießen.

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